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KREUZDREHEND

Flugtage 2007 in Oppenheim

Sommer, endlich mal wieder Sonne, gemütliche Campingstühle, ein gutes Buch – fast wie Urlaub.
Aber nur fast, denn diese Szene spielt nicht im Garten oder auf dem Balkon sondern am Rande des Segelflugplatzes am letzten Wochenende des Augusts. Einzig die Boothämmel (hielten es wohl für ihre Pflicht, an einem Flugtag en masse vertreten zu sein *g*) trübten den Dienst ein wenig. Aber wir konnten uns mit Mückenabwehrmitteln gut schützen.

„Rhein-Main-Classics“ – der neue Name der Flugtage, die alle zwei Jahre in Oppenheim vom Aero-Club veranstaltet werden. In diesem Jahr hat sich der Veranstalter professionelle Unterstützung geholt und dieser initiierte neben der Flugshow auch ein Abendprogramm. Dieses Abendprogramm beinhaltete den Auftritt der „No Angels“ am Freitag, Joy Fleming am Samstag und diverse Swingbands am Sonntag. Höhepunkt der Flugshow waren sicherlich die Royal Jordanian Falcons, die mit ihrer Choreographie viele Blicke auf sich zog.

Dementsprechend ausgedehnt war die Anforderung an den Sanitäts- und Rettungsdienst – zwei RTW, ein ELW und zehn Helfer (Notarzt, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Sanitätshelfer), eine Unfallhilfsstelle mit drei Feldbetten und einem Intensivbett. Bewältigen konnten wir diese helferintensive Anforderung durch die Unterstützung des Ortsvereins Nieder-Olm. Über Monate hinweg war unsere Bereitschaftsleitung mit Vorbereitungstreffen beschäftigt. Diese Treffen lohnten sich, so hatten wir, im Gegensatz zur Feuerwehr, doch eigene Dixie-Toiletten und keinerlei Probleme mit dem Sicherheitsdienst. Unsere Verpflegung übernahm der Caterer der Veranstaltung. Hier konnten wir nur in Schichten essen, was aus einsatztaktischen Gründen so auch in Ordnung war.

Ab Donnerstag war unsere Bereitschaft mit Wohnwagen und dem oben aufgeführten Material im Dienst. Da das gesamte Gelände bewacht wurde, konnten wir das Material dort lagern und mussten abends nicht abbauen. Besonderes Bonbon: eine Art Strandbuggy, der unsere Wege auf dem großen Gelände erheblich verkürzte und auch bei der Lokalprominenz Anklang fand.

Trotz großer Werbung in allen Zeitungen fanden zu den Abendveranstaltungen insgesamt nur wenige Leute den Weg an den Rhein. Trotz der lt. Veranstalter rd. 20.000 Besucher zu den Flugshows verlief unser Sanitätsdienst erstaunlich ruhig. Am gesamten Wochenende hatten wir 52 Hilfeleistungen in insgesamt 519 geleisteten Stunden. Unsere Hilfeleistungen konzentrierten sich auf Insektenstiche, Blasen oder Kreislaufproblemen. Neben diesen kleinen Notfällen hatten wir drei größere Einsätze bei denen die Patienten transportiert werden mussten. Für die abendlichen Konzerte lagerten wir einen RTW sowie einen Teil der Helfer in den Bühnenbereich aus und richteten einen kleinen BHP hinter der Bühne ein. Im Falle des Falles hätten wir die Patienten dort erstversorgt und mittels RTW in den BHP verlagert.

Alles in allem ein schöner Sanitätsdienst. Mal schauen, ob es eine Wiederholung geben wird. Wir freuen uns schon darauf.

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