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Veni, Vidi, Vici – wir kamen, sahen und siegten!!
ROKETS 2009, in diesem Jahr sollte alles anders werden! Zum Ersten Mal seit längerer Pause gingen wieder zwei Bereitschaftsgruppen an den Start, „alteingesessene“ LHT/Rokets-Fahrer mussten zum Teil zu Hause bleiben, dafür hatten wir ein absolutes Greenhorn dabei (die sich übrigens mit Bravour geschlagen hat;o)…) und zu Allem Überfluss wurde auch noch in Zelten übernachtet. Ein Teil von uns hatte an diesem Wochenende ein „Röckchen“ an und verabschiedete sich so zum Schlafen in eine nahe gelegene Ferienwohnung, die mit den vielen Geweihen, den Plüschbetten und den außen liegenden Sanitär-Anlagen ihren ganz eigenen Charme hatte!
Und es gab noch zwei News: die Mannschaft „Grüner Tee“ (Vorjahres-Vizelandesmeister im Bereich Fun) stieg in die von den „panikmachenden Scrat Attacks, weil sie jetzt kein JRK mehr sind“ ausgerufene Vorbereitungsphase voll mit ein. So beübten wir ein extra für uns geräumtes Objekt im nahen Nackenheim, (danke noch mal an die Ex-Mieter!) und einige Zeit später noch einmal unsere vielgeliebte Spielwiese Ortsverein, incl. Kopierer, Teich und angrenzendem Bauzaun. Unsere Fans machten sich hervorragend als Mimen und das Wettbewerbs-Feeling kam schnell auf. Die zweite Neuerung war dann aber doch eher eine Einschränkung, denn am Abreisetag zeigten sich einige der Teilnehmer immer noch oder gerade frisch verletzt, eine gerade verheilte Achillessehne, ein geprelltes Knie, ein frischgezogener Zahn und eine versteckte Thrombose….das Feldlazarett war vollständig angetreten!
Doch davon lassen wir uns ganz sicher nicht unterkriegen und so machten wir uns auf, in den hohen rheinland-pfälzischen Norden. Die Anreise zog sich in die Länge, doch gegen 20.00h waren wir dann endlich in der Stadt der tausend Kanaldeckel angekommen! Remagen, hier würden wir in direkter Nachbarschaft zum Rhein die nächsten zwei Tage verbringen. Das erste Mahl zeigte sich etwas kärglich, wir schoben es auf die Uhrzeit und ließen uns den Spaß nicht verderben. Schließlich galt es ja den „Heiligen Gral“ zu füllen und zu leeren. Natürlich nur, weil alle Beteiligten höchst abergläubisch sind und wissen, dass nur das rituelle Leeren unter speziellen Lichteinstrahlungen aus hochmodernen Taschenlampen für den nächsten Tag Glück und Erfolg verspricht!
Samstag morgen, 7.45h.
Nach einer viel zu kurzen Nacht, fanden sich alle Teilnehmer mehr oder weniger fit am Frühstückstisch ein und warteten auf die Verteilung der Startnummer und der offiziellen Eröffnung der Rotkreuz-Erlebnistage. Schließlich ging es los, und wie könnte es anders sein, wir starteten wieder auf unterschiedlichen Parcours, so dass auch in diesem Jahr, kein direkter Vergleich möglich war. (Zum Glück, schließlich lässt das genug Freiraum, um sich einzureden, man selbst wäre sicherlich auf dem viel, viel schwereren Parcours gestartet!)
Die „Grüner Tee’s“ starteten mit FUN, es galt zwei Tragevorrichtungen zu bauen, eine für ein Teammitglied und eine für einen schweren Kanister, dann musste alles über einen etwas improvisierten Parcours geschleppt werden. Die erste und die beste Zeit wurde hier für den Tag vorgelegt. Anschließend ging es für die Gruppe direkt weiter zu der ersten EH-Aufgabe, ein Hund hatte sich von der Leine gerissen und zwei Modellflieger aufgemischt, eine stark blutende Bisswunde am Unterschenkel und Verbrennungen an den Händen mussten versorgt werden, zu Allem Überfluss erlitt der Hundehalter einen Asthmaanfall.
Die „Scrat Attack’s“ begannen den Morgen mit EH, ein abgestürztes Kind und die Passantin, auf die es gestürzt war, mussten versorgt werden, der Opa, der alles mit ansah, zog alle Register über Herzinfarkt, Bewusstlosigkeit bis hin zum Herz-Kreislauf-Stillstand. Die zweite Aufgabe hielt für die Scrats einen missglückten Abladeversuch auf dem Werksgelände einer Firma bereit. Zwei „Schockische“, ein geschlossener Beinbruch und eine Kopfplatzwunde incl. einer geprellten Schulter wollten versorgt werden. Die vierte und letzte Aufgabe auf dem EH-Parcours stellte eine ganz besondere Überraschung dar. Eine Gruppe Jugendlicher am Rheinufer, ein Grill, eine Verpuffung und eine brennende (!!!) Mime! Hier hatten die Notfalldarsteller ganze Arbeit geleistet. Zunächst wurde gelöscht, das haben wir ja mal bei der Feuerwehr gelernt, dann wurde versorgt. Außer den zwei Verbrennungsopfern wurden unsere Teams von 3 „Uffgereschten“ in Schach gehalten. Wieder einmal machte sich das „Biggi-Trainingslager“ bezahlt!
Mittagessen war angesagt, es gab Nudeln in Schinken-Sahne-Soße, obwohl wir den Schinken jetzt immer noch suchen, aber man konnte satt werden und sich stärken für die mittäglichen Fun-Aufgaben. Es blieb sogar noch Zeit, für die, die wollten, das Leistungsabzeichen abzulegen, mit überwiegendem Erfolg, wie am nächsten Morgen bekannt wurde.
Neben der oben erwähnten Trage musste ein Parcours „abgehickelt“ werden, um dann das Mimen-Chaos auf einem Wettbewerb als Denksportaufgabe zu lösen. Anschließend ließen wir uns den Boden bzw. die Decke unter den Füßen wegziehen, balancierten dabei kostbares Wasser in Bechern und beantworteten dazu noch Fragen aus dem Bereich Allgemeinwissen. Die letzte Aufgabe hatte es dann noch einmal in sich, Memory mit den Genfer Abkommen. Wie gut, dass wir eigentlich theoretisch vorbereitet waren, aber keiner konnte wissen, dass zufällige kryptische Inhalte der Abkommen sortiert werden sollten, wir gaben unser Bestes und das war nun mal in den meisten Fällen daneben, aber das war jetzt auch egal, der Parcours war gelaufen. Und mit 2,5 Stunden Verspätung, wegen der Wartezeit an der letzten Aufgabe der Scrats, waren wir wieder alle beim Abendessen, mehr oder weniger frisch geduscht, vereint.
Der Abend war wie immer der Johannes-Becker-Show gewidmet… in diesem Jahr aber ohne unsere Beteiligung. Im Anschluss spielte eine Rock-Band und ließ den Abend gemütlich, wenn auch viel zu laut ausklingen. Der überwiegende Teil von uns fand nach dem gefühlten 25km-Marsch immer wieder Rhein hoch, Rhein runter, recht schnell in die Betten und träumte von der Siegerehrung…
Sonntag, der Tag X
Am nächsten Morgen zog sich die Zeit bis zur Siegerehrung wieder endlos in die Länge, was dem ein oder anderen überhaupt nicht gut bekam. Eigentlich waren wir uns ja sicher, in diesem Jahr keinen großen Coup gelandet zu haben, wir hatten uns zwar alle Mühe gegeben aber auch genügend Kritik bekommen und auch im Fun-Bereich nur gefühlt mittelmäßig abgeschnitten…ab den Plätzen sieben rechneten wir mit unseren Namen, doch sowohl Scrat Attack als auch Grüner Tee wollten einfach nicht fallen! Dann der undankbare vierte Platz, aber immer noch keine Gruppe aus Nierstein-Oppenheim. Teilweise wurde schon an der Vollständigkeit der Liste gezweifelt– hatte man uns vergessen?
Als es dann um die ersten drei Plätze im Fun Bereich ging, wurde die Hälfte von uns bei Platz 3 endlich vom Bangen erlöst, die Scrat Attacks hatten sich trotz dem saumäßigen Gefühl doch so weit nach vorne gekämpft. Die Freude währte nur kurz, der Grüne Tee musste noch platziert werden und die Sensation war perfekt, Grüner Tee mit weitem Abstand vor den Rettungsgalliern aus Koblenz! Damit waren 50% des Tickets nach Halle im Sack.
Dann ging es nahtlos mit der Siegerehrung im EH-Bereich weiter. Hier überraschte uns Rainer Hoffmann mit der Nennung des zweiten Platzes. Die Mannschaft Grüner Tee eroberte mit nur 0,5 Punkten hinter dem Ersten den Platz 2! Für uns war die Siegerehrung nun gelaufen, der Grüne Tee kam wesentlich positiver vom EH-Parcours zurück und im Rennen waren noch die Vorjahres- und Vorvorjahressieger der Uersfelder Sauhaufen. Der Grüne Tee bereitete sich schon mental aufs Entscheidungsspiel vor, als der dritte Platz genannt wurde: Der Uersfelder Sauhaufen.
Die Jubelschreie hätten lauter nicht sein können, Scrat Attack holte sich den ersten Platz im EH-Bereich! Viel erfreulicher, es musste kein Entscheidungsspiel gespielt werden (in den eigenen Reihen macht man so was nicht, außerdem fahren die Scrat Attacks eh schon als Gastgruppe nach Halle) und das Allertollste die gesamte Rokets-Mannschaft fährt im September geschlossen nach Halle auf den Bundesentscheid der Bereitschaften! Und der letzte Punkt, der noch angemerkt werden sollte, die Leistungen beider Gruppen waren nahezu gleich, denn 0,5 Punkte sind ganz sicher kein signifikanter Unterschied! (Hier spricht der Statistiker!)
Stolz und glücklich räumten wir nach den vielen Glückwünschen und Siegerfotos das Feld, um in den Bussen schon in Erinnerungen zu schwelgen….mit viel Glück gibt es im nächsten Jahr auch eine Neuauflage!
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