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KREUZDREHEND

Einsatzbericht Dienheimer Fastnachtsumzug am 27.02.2006

 

Fastnachtssamstag. Fastnachtshochburg Dienheim. Wie jedes Jahr schlängelt sich ein bunter Lindwurm durch die kleine rheinhessische 2.000-Seelen-Gemeinde. Dieser Fastnachtsumzug ist weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Dienheim befindet sich alljährlich am Fastnachtssamstag im Ausnahmezustand. Unzählige Menschen bevölkern die Straßen entlang der Zugstrecke.

Das DRK Nierstein-Oppenheim wurde 2006, wie auch in den Vorjahren, mit der Sanitäts- und Rettungsdienstlichen Versorgung dieser Veranstaltung betraut. In enger Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Gemeinde entstand bereits vor Jahren ein Durchführungskonzept für dieses Fastnachtshighlight. Dieses Jahr waren wir erstmalig im neuen Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Dienheim, da unsere bisherige Unterkunft, die alte Dienheimer Grundschule, verkauft wurde. Die Planungen für diesen Einsatz, der für unseren Ortsverein gemeinsam mit dem Niersteiner Winzerfest zu den größten Einsätzen auf Ortsvereinsebene zählt, liefen bereits schon seit Monaten. In die „heiße Phase“ ging es dann in der Woche vor dem eigentlichen Event. Das Material musste zusammen- und bereitgestellt, fehlende oder ergänzende Ausrüstung noch beschafft werden.

Am Freitagabend ging es dann an den Grob-Aufbau im Gerätehaus der Feuerwehr. Der Großteil des Materials wurde dorthin gebracht und, wo möglich, bereits aufgebaut, ohne die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr einzuschränken.

Der Einsatztag begann dann für die meisten unserer Helfer bereits recht früh, denn das restliche Material musste aufgebaut werden, um die vollständige Einsatzbereitschaft der Sanitätsstation herzustellen.

Nach einer gemeinsamen Einsatzbesprechung von Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt und DRK wurde dann die Sanitätsstation bei der Rettungsleitstelle Mainz einsatzbereit gemeldet. Zeitgleich wurden bereits die ersten Helfer von der Sanitätseinsatzleitung entlang der Umzugsstrecke postiert. Während des Umzuges waren ständig vier Fußstreifen über Funk erreichbar. Diese waren mit Fahrtrage und einer Notfalltasche ausgestattet, um die unmittelbare Versorgung eines Patienten durchzuführen zu können. Ebenso standen in der Sanitätsstation Helfer bereit, damit die weitere Versorgung gewährleistet war und gegebenenfalls Transporte ins Krankenhaus veranlasset werden konnte. Der erste Einsatz ließ auch nicht lange auf sich warten; ein Kind war in Glasscherben getreten und musste nun versorgt werden. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung waren insgesamt 28 Patienten zu versorgen, die meist auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen waren. Ein Teil dieser Patienten konnte nicht nach ambulanter Versorgung in der Sanitätsstation wieder entlassen werden, sondern musste einer klinischer Versorgung zugeführt werden. Des weiteren wurden 2 verloren gegangene Kinder über 2 Stunden durch uns betreut, bis sie abgeholt wurden. Zu bemerken bleibt auch, daß sich nach wie vor auch auf solchen Festlichkeiten immer eine gewisse Aggressivität einschleicht, die uns den weiteren großen Anteil, chirurgische Notfälle wie z. B. Nasenbeinbrüche und ähnliches, beschert. Alles in allem war es wieder ein anspruchsvoller Dienst, der uns jedes Jahr auf´s neue aufzeigt, dass Menschen wie wir gebraucht werden, die ihre eigene Freizeit opfern, um anderen Menschen zu helfen.

Kurz zusammengefaßt:

Im Einsatz waren:

12

Sanitätshelfer

1

Rettungshelfer

1

Rettungssanitäterin

1

Rettungsassistent i.P.

2

Rettungsassistenten

2

Notärzte

Zur Sicherstellung des Rettungsdienstes wurde der ortsvereinseigene Rettungswagen nach RettDG besetzt, der insgesamt 5 Transporte im Rahmen des Fastnachtsumzuges sowie einen Einsatz zur Rettungsdienstverstärkung im Oppenheimer Stadtgebiet durchführte.

Weiterhin stand während der gesamten Dienstzeit ein Notarzteinsatzfahrzeug bereit, das auch zur notärztlichen Versorgung des südlichen Landkreises zur Verfügung stand, da zeitweise kein Durchkommen für den Regelrettungsdienst möglich war.

Abschließend möchten wir uns noch bei allen Beteiligten bedanken, die zur reibungslosen Abwicklung des Sanitätsdienstes beigetragen haben, insbesondere der Freiwilligen Feuerwehr Dienheim für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Aber auch dem Dienheimer Ortsbürgermeister, Herrn Jochem, für die gute Zusammenarbeit. Der größte Dank gilt natürlich den Helfern aus den eigenen Reihen, die wieder einmal gezeigt haben, dass unsere Bereitschaft eine leistungsfähige Gruppe ist.

Vielen Dank!

Verfasser: Christoph Baade

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