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KREUZDREHEND

Einsatzbericht Dienheimer Fastnachtsumzug am 02.02.2008

Ein dreifach donnerndes Helau – auch in diesem Jahr, früher wie sonst, feierten die Narren die fünfte Jahreszeit.

Auftakt für die Sanitätsdienste in der närrischen Zeit bildet die Seniorenfastnacht in der Landskronhalle in Oppenheim.

Am Dienheimer Fastnachtsumzug ist die Bereitschaft seit ca. fünf Jahren an wechselnden Standorten mit einer Unfallhilfsstelle (UHS), ausgestattet mit Notarzt, sechs normalen Betten und zwei Intensivbetten, vertreten. Zusätzlich wurden während des Umzuges drei und an der anschließenden Feier zwei Fußstreifen gestellt.

Die Fußstreifen sind ausgestattet mit einem Sanitätskoffer und Rolltrage. Mittels 2m-Funk sind sie ständig mit der Leitung der UHS verbunden. Aufgabe der Fußstreifen ist eine indirekte Überwachung der Besucher und Vor-Ort-Versorgung von kleineren Vorkommnissen. Bei größeren Vorfällen transportiert die Fußstreife den Betroffenen auf dem schnellsten Weg in die UHS.

Heuer wurden deutlich mehr Hilfeleistungen vollbracht wie im vorangegangenen Jahr. Die eingesetzten Helfer kümmerten sich hauptsächlich um Alkoholintoxikationen und Schnittwunden. Wie in den letzten Jahren auch waren vor allem Jugendliche von den Folgen eines übermäßigen Alkoholgenusses betroffen, wenn gleich in diesem Jahr keiner unter 15 Jahren behandelt werden musste. Insgesamt wurde in 23 Fällen Hilfe geleistet und vier Transporte mit dem OV-eigenen Rettungswagen (RTW) in die Mainzer Kliniken durchgeführt.

15 Helfer/innen der Bereitschaft sowie erstmals drei Nachwuchs-Helfer aus dem Jugendrotkreuz waren in Dienheim eingesetzt. Die Bereitschaft des DRK OV Nierstein-Oppenheim bedankt sich bei Dr. Susanne Goebler für ihren Einsatz sowie bei der Gemeinde Dienheim und der örtlichen Polizei für die gute Zusammenarbeit.

„Fassenacht im Sauseschritt – kommt nach Mainz, macht alle mit!“ – diesen Aufruf nahmen sechs Helfer der Bereitschaft wörtlich und unterstützten den DRK Kreisverband Mainz-Bingen am Rosenmontag in der zentralen Ausnüchterung auf dem Gelände der Universitätskliniken Mainz. Hier werden all jene versorgt, die auf Grund der Schwere ihrer Alkoholvergiftung nicht in den Unfallhilfsstellen an der Zugstrecke und am Schillerplatz bleiben können bzw. vom regulären Rettungsdienst gefunden wurden. Dies betraf am Rosenmontag knapp 50 Personen, die Jüngste war erst 13 Jahre alt. Rückblickend auf die vergangenen Jahre kann man sagen, dass es in diesem Jahr ruhiger war, aber die Frauen den Männern in punkto Alkoholkonsum in nichts nachstehen.

Zusätzlich wurde die UHS des DRK OV Nieder-Olm am Schillerplatz mit einem RTW aus unseren Reihen unterstützt. Während des Umzuges und in der Rosenmondnacht wurden hier in zehn Fällen Patienten in die Krankenhäuser transportiert.

 

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