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KREUZDREHEND

Weinfest Oppenheim 2009

Und wieder 300 Stunden Dienst, ….

 

….wieder eine riesige Menge Material und wieder eine Meute motivierter und „einsatzhungriger“ Freiwilliger (dieses Wochenende insgesamt 17 Damen und Herren).

Los ging es - wie schon am Wochenende davor - am Freitagabend, nach dem die Spezialeinheit „Aufbau“, namentlich Heiko und Ferdinand wieder ganze Arbeit geleistet hatten.

Und das erste Problem wartete schon vor der eigentlichen Anmeldung bei der Leitstelle, ein Fahrzeug versperrte die Einfahrt zu unserer Unfallshilfsstelle (UHS). Als der Fahrer dann doch ausfindig gemacht werden konnte, nahm der Rest des Abends seinen weiteren Verlauf.

Nach dem Materialcheck wurde der Grill angeworfen und in gemütlicher Runde ausgiebig gefuttert. Es gab die obligatorische Einsatzbesprechung und mit der ersten (Minus mal Minus gibt Plus) Fußstreife kamen dann auch direkt die ersten Patienten. Mittlerweile routiniert wurden von der UHS-Stammcrew alle Blutungen gestoppt, Verbände gewickelt, Pflaster geklebt und die Damen und Herren, wenn nötig, ins Krankenhaus geschickt.

An diesem Freitag war die Besuchsquote von nicht „Diensthabenden“ sehr hoch, sogar der Bürgermeister mit seinem Gast dem Kreisbeigeordneten kam um sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen, und so verflog die Zeit bis Mitternacht im Nu.

Nach Mitternacht tat der Alkohol dann sein Übriges und die Stimmung drohte immer mal wieder zu kippen. Demnach verpflasterten wir zunehmend Opfer von Handgreiflichkeiten, ein Patient musste von uns sogar ins Krankenhaus transportiert werden.

Gegen 3 Uhr meldete Christian (seines Zeichens mittlerweile sehr routinierter Einsatzleiter) uns von der Leitstelle ab und wir folgten dem Ruf unserer Betten.

Am nächsten Tag ging es unter denselben Bedingungen, aber mit einer fast neuen Mannschaft weiter. Und auch am Samstag ließen die Patienten nach dem feudalen mexikanischen Menü nicht lange auf sich warten. Nur mit dem Unterschied, dass heute eher nur der Alkohol das Problem darstellte. Trotzdem zeigte sich der Samstag etwas ruhiger, was den Helfern genug Zeit ließ, die 1. Interne Kicker-WM auszutragen. Und wir freuen uns, Ihnen heute, trotz diverser Einsprüche wegen angeblicher absichtlicher Sichtfeldbehinderungen, das amtliche Ergebnis mitteilen  zu können: Sieger der Herzen ist unumstritten Peter A aus O am R.
 Herzlichen Glückwunsch!

Und dem Rest bleibt zu sagen, ihr werdet sicherlich im nächsten Jahr wieder eine faire Chance bekommen…

Unterbrochen wurde die Kicker-WM von einem nächtlichen dringenden Einsatz unserer RTW-Besatzung, die auch netterweise daran gedacht haben, die Bereitschaftsmitglieder, die schon im Bettchen lagen, über ihren Einsatz zu informieren.

Auch eine in den letzten fünf Jahren gewachsene Tradition, wurde fortgeführt. Nach Dienstschluss wurde in gemütlicher Runde das „Corpus Delicti“ des Wochenendes verköstigt. Und um den Mineralien-Haushalt dann am nächsten morgen wieder ins Lot zu bringen, kehrte die Mannschaft bereits um 9 Uhr zum ausgiebigen Frühstück im Hause Merian ein. Der traditionelle Ellenlauf, der sich in den Vorjahren dienstmäßig immer zeitlich direkt an das Frühstück anschloss, musste mangels Teilnehmern in diesem Jahr ausfallen. Trotzdem waren wir durchaus überrascht, auf dem Rückweg bereits die ersten offenen Weinständchen zu sehen.

Der Sonntag und Montag zeigten sich dann so, wie Sonntage und Montage sich üblicherweise zu zeigen haben (nicht so wie in Nierstein). Ein eher ruhiger Dienst, wenig Patienten und eine feucht-fröhliche, aber lustige Stimmung auf den Straßen und Plätzen. Einzige Aufgabe, kurz nach Dienstbeginn an beiden Tagen „Überbleibsel“ der Frühschoppen ein kleines Stück vom Fest Richtung Heimat zu begleiten. Und das pflichtbewusst sogar im Regen und trotz des wartenden Abendessens auf dem Tisch!

Heiko und Ricarda absolvierten montags sogar noch ein Spezialtraining und schimpfen sich jetzt nach ISO 99000011 „Zertifizierte Heimbringer für alkoholisierte Personen, Spezialausbildung Singen“. Ein großer Erfolg und wichtiger
Know-How-Zuwachs in unserem gut ausgebildeten Team.

Alles in Allem hatten wir trotz der vielen Dienststunden wieder ein reibungsloses Wochenende, an dem der Spaß nicht zu kurz kam und trotzdem zwischendrin ernsthaft Pflichten erfüllt wurden.

Bei der internen Manöverkritik am folgenden Dienstag wurde mit Lob und Dank von allen Seiten nicht gespart. Auch wenn sicher jeder froh ist, dass das „Schlimmste“ jetzt erst mal rum ist, wird der nächste Einsatz nicht lange auf sich warten lassen…denn wie schon der ein oder andere unserer Patienten zu sagen pflegt: „Oaner geht noch! Oaner geht noch ninn!“

-Ende-

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