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Seit vergangenem Sommer ist in Sprendlingen die ZELK als zentrale Einrichtung im Sinne des Landes-Brand- und Katastrophenschutzgesetzes stationiert.
ZELK steht für zentrale Einheit Landesvorhaltung Katastrophenschutz und beinhaltet Material zur Versorgung von 150 Verletzten pro Stunde im Katastrophenfall, zum Beispiel Zugunglücke oder Flugzeugabstürze. „Klassisches Einsatzgebiet“ wäre laut Innenministerium die Betreuung von Betroffenen bei einem extremen Hochwasser.
Die ZELK besteht aus dem BHP 150 (Behandlungsplatz für 150 Verletzte), einem ELW, zwei MTW und ein KTW zur Erweiterung der Transportkapazität. Zusätzlich dazu wird Material zur Betreuung von 1000 – 1500 Betroffenen wie zum Beispiel Schlafsäcke, Betten, Tische, Hygienebedarf, Kochgelegenheiten, Zelte,... vorgehalten. Innerhalb von 2- 3 Stunden kann die ZELK landesweit vor Ort sein.
Anfang März wurde nun erstmals im Rahmen einer landesweiten Übung der Aufbau eines BHP 150 als Teil der ZELK geübt.
Aufgeteilt in drei BHP 50 befindet sich das Material dafür in drei LKW. Im Normalfall befinden sich die einzelnen Triagegruppen in Zelten, für die Übung hingegen wurden die Gruppen in die Turnhallen der Regionalen Schule in Nackenheim zusammengelegt.
Die Übung wurde personell mit 9 SEG-San und 3 SEG-B durchgeführt. Die Bereitschaft unseres OV hat zusammen mit dem OV Nackenheim eine SEG-B gestellt.
Insgesamt versammelten sich ca. 170 Helfer und Helferinnen an den Turnhallen und begannen nach der Einteilung in einzelne Trupps mit dem Aufbau. Dieser ging einher mit Kisten schleppen, Feldbetten aufbauen, Decken verteilen und dergleichen mehr. Nach ca. einer Stunde war der Aufbau beendet. Statt Verletzten kamen nun Vertreter des Innenministeriums und Leiter der ZELK-Kommission zur Begutachtung. Anschließend führten wir noch eine Inventarisierung durch und verluden das Material wieder in die LKWs.
Die Teilnahme an der Übung war sehr interessant, da eine Übung dieser Größenordnung mit fast 200 Helfern aus ganz Rheinland-Pfalz nicht alltäglich ist und man dieses Material eher selten im Einsatz sehen wird.
Highlight der Materialschlacht: Die Tragevorrichtung für die Materialkörbe unter den Tragelagerungsböcken.
Hintergrund:
Der Bund zieht sich aus dem Katastrophenschutz zunehmend zurück, so dass die Bundesländer diese entstehende Lücke füllen müssen.
Im Katastrophenfall ist zunächst der jeweilige Landkreis oder die kreisfreie Stadt für Hilfe zuständig. Sollte das Ausmaß der Katastrophe die Kapazitäten übersteigen, hält das Land Rheinland-Pfalz zusätzliche Materialien bereit, welches zentral in Sprendlingen lagert und vom Landesverband unterhalten wird.
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