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„12 kleine JRK’ler wollten zelten geh’n – doch zwei vertrugen’s Wetter nicht, da waren’s nur noch zehn…“
Das Zeltlager der Jugendfeuerwehr Oppenheim anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens war von unserer Seite geprägt von ständig wechselnden Teilnehmern (und der Irritation der Lagerleitung und manchmal auch der Gruppenleiter, wie viele Kinder denn nun gerade noch da sind).
Doch der Reihe nach: Bei herrlichem Kaiserwetter bauten wir an Christi Himmelfahrt unsere Zelte auf und die Kids füllten sie recht schnell mit Leben, Chaos und Klamotten… den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit Leute beobachten, Begrüßung, Essen und ersten Volleyballversuchen. Am Abend stand dann der erste Programmpunkt an: die Nachtwanderung! Durch einen kleinen Schauer am frühen Abend war die Strecke richtig schön matschig. Wir wanderten mit Fackeln durch die Wingert und einen Tunnel in den ehemaligen Dexheimer Steinbruch (und dort blieb unser Besuch nicht ganz ungehört). Wer jetzt glaubt, dass danach alle Kinder hundemüde in die Schlafsäcke krochen, der irrt…es dauerte lange, bis im Zelt endlich Ruhe einkehrte.
Der nächste Morgen begann früh mit dem Duschexpress zum Hallenbad (da ist es von Nachteil, wenn man mit Mädchen unterwegs ist). Mit sauberen Kindern gingen wir dann zum großen Volleyballturnier über. Bei strahlendem Sonnenschein (Petrus ist nicht nur Mainzer, sondern auch bei der Feuerwehr) spielten wir gegen die Feuerwehren aus Nierstein, Dienheim, Hahnheim-Selzen und Dexheim und gingen mit einem sechsten Platz aus dem Turnier. Am Abend stand dann die große akademische Feier anlässlich des Jubiläums mit allerlei Prominenz aus Politik und Feuerwehr an. Im Anschluss versammelten sich wieder viele um das seit Donnerstag brennende Feuer und genossen den Abend, der dieses Mal etwas früher endete als der vorherige (sportliche Betätigung an der frischen Luft macht eben doch müde) .
„Neun kleine JRK’ler wollten sich bei der Rallye freu’n, eine wollte lieber feiern geh’n, da waren‘s nur noch neun…“
Auch am nächsten Morgen war wieder Duschen angesagt (dieses Mal unter Androhung von Zwangsduschen auch für alle Wasserscheuen…) und danach die große Wanderrallye durch Oppenheim. Wir starteten als JRK und machten uns auf den Weg durch ein unbekanntes Land. Angefangen mit Weitsprung ging es über die Himmelstreppe zum Holzsägen (das sich mit den vielen Nägeln sehr wehrte). Über den Postplatz ging es nach einer kleinen Stärkung zur „schwersten“ Aufgabe des Tages: Ziehen des LF 8/6… Auf der sich anschließenden Bootstour konnten sich alle erholen und starteten bei der Wassertransportstaffel so richtig durch. Auch die Station an der Festwiese meisterten sie mit Bravour. So ging es munter weiter durchs Ort, mal mit Höhen und mal mit Tiefen. Am Ende stand am Krötenbrunnen unsere Spezialdisziplin auf dem Programm: Erste Hilfe (die gelang uns im Gegensatz zu Schlauch aufwickeln und Leinenbeutelwerfen selbstverständlich sehr gut). Wieder am Turnacker angekommen, nutzten wir die verbleibende Zeit bis zur Siegerehrung mit einer vernünftigen Wasserschlacht (bevor die Feuerwehr auf die Idee kam) … Die Siegerehrung zeigte, dass wir uns, obwohl fachfremd, recht gut geschlagen hatten: einen sechsten Platz bei elf teilnehmenden Gruppen und zu unserer Überraschung auch den Fairnesspokal (oder anders: wir können halt nirgendwo ohne Pokal heimfahren).
„Ein kleiner JRK’ler hatte richtig Glück und kehrte bald darauf ins Lager g’sund z’rück“
Den letzten Abend verbrachten wir wieder – richtig, gemütlich am Lagerfeuer… man merke sich, sportliche, ausdauernde Betätigung an zwei aufeinander folgenden Tagen an der frischen Luft, Wärme und wenig Schlaf macht doppelt müde… Der letzte Morgen begann nicht mit Duschen, sondern organisierter Chaosbeseitigung und gemeinsamem Zeltabbau. Durch uns GL getriezt gelang es uns und den Kids, vor dem Abschluss Highlight unsere Zelte und unser Gepäck direkt zu verladen…
„Neun kleine JRK’ler hatten sehr viel Spaß und gaben bei der Übung richtig Gas!“
Highlight war, wie bereits zu erahnen ist, eine große gemeinschaftliche Übung an der Hauptschule, an der wir die „Verletzten“ aus Unna versorgten. Für unsere Kids ein absolutes Novum, da sie noch nie einen Verbandplatz managen mussten und es noch nie mit derart vielen Verletzen auf einmal zu tun hatten… Unser Nachwuchs schlug sich hervorragend und wir sind uns sicher: Das war ein super Wochenende, das keiner von uns missen möchte!
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